Sonnenwende - Was ist das?
Wenn die Tage wieder kürzer werden...
...dann steht Sommersonnenwende am Programm!
Viele feiern sie - wenige wissen warum!
Die Landjugend informiert: Eine Sonnenwende findet 2-mal im Jahr statt, einmal im Dezember = Wintersonnenwende und einmal im Juni = Sommersonnenwende. Meist wird nur die Sommersonnenwende mit einem großen Feuer gefeiert. Doch das Feuer hat mit der Sonnenwende nichts am Hut, das Feuer, welches wir zur Sonnenwende entzünden, geht zurück auf Johannes den Täufer. Dieser ist ein halbes Jahr älter als Jesus und sein Geburtstag wurde daher auf den 24. Juni gelegt. Weil die Kirche im 5.Jahrhundert zur Zeit der Christianisierung nicht wollte, dass heidnische Bräuche wie das Feuer zur Sonnenwende vollbracht werden, hat die Kirche diesen Brauch als den ihren übernommen und mit Johannes dem Täufer in Verbindung gebracht. Man wollte verhindern, dass die Sonne als Gottheit verehrt wurde. Doch was feiern wir nun eigentlich zur Sommersonnenwende? Weil sich die Erde bekanntlich dreht, befindet sich auch die Sonne immer an einem anderen Punkt zur Erde stehend. Zur Zeit der Sommersonnenwende zu Mittag erreicht die Sonne den höchsten Stand über dem Horizont, die Tage die bisher immer länger wurden, werden nun wieder kürzer. Zur Wintersonnenwende wiederum erreicht die Sonne den niedrigsten Stand über dem Horizont, die Tage die bis dorthin immer kürzer wurden, werden nun wieder länger. Und weil das Feuer ein Zeichen für die Sonne ist, werden vielerorts Feuer entzündet - ob nach heidnischem oder christlichem Brauch, bleibt nun jedem selbst überlassen. Was ist nun mit dem Petersfeuer? Das Petersfeuer ist offiziell erst am 29. Juni. Es ist ebenfalls eine Variante des Johannisfeuers. Der einzige Unterschied ist, dass am Holzstoß eine Puppe mitverbrannt wird, der sogenannte Peter. Warum diese Puppe verbrannt wird, ist nicht genau überliefert. …und was ist, wenn man über das niedergebrannte Feuer hüpft? Dann hat man, verschiedenen Überlieferungen nach, einen Wunsch frei! J Egal ob Peters-, Johannis- oder Sonnenwendfeuer! FOTO: pixabay.at