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"Es geht um eure Zukunft!"

| Landwirtschaft & Umwelt

Die gut 30 Teilnehmer des Landesagrarkreises zur Zukunft der Zuckerproduktion durften sich am 5. Oktober in Leobendorf über ein prominent besetztes Podium freuen. Mit Pflanzenbaudirektor DI Manfred Weinhappel, LK-Vizepräsident Ing. Lorenz Mayr (via Zoom zugeschaltet) und AGRANA-Vorstand Dr. Fritz Gattermayer waren sowohl Bauern und Interessensvertreter als auch Verarbeiter vertreten. Im Publikum durfte zudem Franz-Xaver Broidl, Obmann der Österreichischen Jungbauernschaft, begrüßt werden. Sowohl die Experten als auch die Teilnehmer waren sich einig, dass es besonders wichtig ist, die Zuckerrübenfabrik in Leopoldsdorf zu erhalten.

"Ohne Anbau keine Fabrik und ohne Fabrik kein Anbau"
"Da geht es um eine Produktionssparte für eure Zukunft" erklärte Weinhappel den gut 30 anwesenden Bauernburschen und Mädels, dass es für sie im schlimmsten Fall bald eine Option weniger geben könnte. "Wir alle wissen: Ohne Rübenanbau keine Zuckerfrabrik und ohne Zuckerfabrik kein Rübenanbau", ergänzte Gattermayer. Mayr startet in diesen Tagen mit der Ernte. "Dort wo es Rüben zu ernten gibt, werden es wirklich schöne Erträge sein", freut sich der überzeugte Rübenbauer.

"Mit dem Pakt zur Rettung des heimischen Zuckers kann finanziell praktisch nichts passieren", sprach Weinhappel die unterstützenden Maßnahmen zur Steigerung des Rübenanbaus an. Im Falle eines notwendigen Umbruchs der Rübe wegen Trockenheit oder erneut starken Befalls durch den Rübenderbrüsselkäfer gibt es finanzielle Unterstützung für einen Wiederanbau und die Agrana stellt gratis Saatgut zur Verfügung. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ein zweiter Umbruch notwendig ist, kann erneut auf diese Unterstützung zurückgegriffen werden.

Käfermonitoring stimmt positiv
Optimistisch in die Zukunft blicken lässt zudem das Käfermonitoring der Agrana, bei dem die Entwicklung der Rübenderbrüsselkäfer-Population ganz genau beobachtet wird. "Von 91 Standorten am Monitoring sind nur zwei rot", freute sich Gattermayer. "Vor wenigen Jahren waren noch 80 Prozent rot." Die Entwicklung der letzten Jahre zeige, dass der Schädling nach Nordosten abwandere. Ähnliche Entwicklungen kenne man aus Kroatien, wo man sich nach massiven Problemen vor wenigen Jahren mittlerweile keine allzu großen Sorgen wegen des Käfers mehr machen müsse.

Im Anschluss an die Vorträge und Statements der drei Experten entwickelte sich eine angeregte Diskussion mit den Landjugendlichen, wie man die Anbaufläche in Niederösterreich steigern könne. Gattermayer, Weinhappel und Mayr ermutigten die Burschen und Mädels, sich in ihren Funktionen als Meinungsbildner im ländlichen Raum selbstbewusst für den Anbau von Zuckerrüben einzusetzen.

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