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Allerheiligen - was du schon immer wissen wolltest!

 

Geschichte

 

Früher wurde allen Heiligen und Märtyrern an ihren jeweiligen Sterbetagen gedenkt. Doch schon bald war es unmöglich jedem Heiligen einen eigenen Tag zu widmen, deshalb wurde ein gemeinsames Fest für alle geschaffen: Allerheiligen.

 

Seit dem Jahr 609 wurde dieser Feiertag am Freitag nach Ostern gefeiert, erst hundert Jahre später verlegte Papst Gregor III. den Feiertag auf den 1. November und an diesem Tag ist er bis heute geblieben.

 

Heutzutage wird Allerheiligen nicht nur als kirchlicher Feiertag gefeiert, sondern ist beinahe europaweit ein gesetzlicher Feiertag in der christlichen Kirche.

 

 

Brauchtum

 

Obwohl Allerheiligen eigentlich den Heiligen und Märtyrern gedacht war, liegt heute der Schwerpunkt dem Totengedenken. Daher besuchen viele Menschen zu Allerheiligen und Allerseelen ihre verstorbenen Verwandten und Mitmenschen, zünden Kerzen an und schmücken das Grab mit Blumen. Im Zuge von Allerheiligen finden heute auch die Gräbersegnungen statt.

 

Weiteres wird der Allerheiligentag als Gedenkfeier aller im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten gefeiert. Ihnen zu Ehren werden Kranzniederlegungen zelebriert und an Straßenrändern werden Gedenktafeln und Kreuze aufgestellt.

 

Ein vielerorts verbreiteter Brauch ist der Allerheiligenstriezel, oder auch genannt Allerheilgenzopf. Dabei handelt es sich um ein süßes Hefegebäck, welches die Form eines Zopfes trägt. Diese Form trägt der Allerheiligenstriezel deshalb, weil in der Antike das schneiden der Haare (also der Zöpfe) als Trauer galt. Verschenkt wird der Allerheilgenzopf von den Goden (Paten, Gedi, Goli, Goddi, Godl, …) an ihre Patenkinder. Dies wurde deshalb praktiziert, damit die Patenkinder auch für die Toten beten.

 

Ein weiterer Brauch war, unbeliebten, geizigen und streitlustigen Nachbarn einen Allerheiligenstriezel an die Haustüre zu hängen – dieser war jedoch nicht aus einem Hefeteig gefertigt, sondern aus Stroh. Damit wollte man dem jeweiligen Nachbarn zeigen, ihr Verhalten zu ändern.

 

Ein anderer Brauch besagt, dass diese Zöpfe auf die Gräber der Toten gelegt werden, weil in der Nacht von 1. auf 2. November die Toten zurückkehren und sich so mit dem süßen Hefegebäck stärken können.

 

 

Foto: pixabay.at

 


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